Stimmen von TeilnehmerInnen
Was dann kam, war wie ein Flug durch den Sommer. Ich
war mit bangem Herzen zu Hause angekommen, aber ich glaubte an mich. Und in den
nächsten Wochen hatte ich das Gefühl, über dem Boden zu schweben. Zum ersten Mal
in meinem Leben spürte ich so etwas wie Lebenslust. In den Cafés
flirtete ich schamlos mit den Serviererinnen, in der Disco flogen mir
reihenweise die Blicke zu, ich fühlte mich ohne Scheu offen, ich zeigte mich und
wurde gesehen. Und auch beruflich änderte sich meine Situation drastisch. …
… Ich war nie zuvor in meinem Leben für so lange Zeit glücklich. Ich habe bis
heute keinen Gedanken mehr daran verschwendet, mein Leben vorzeitig beenden zu
wollen. Ich stehe stärker im Leben und übernehme Verantwortung. Probleme
betrachte ich seitdem als spannende Herausforderung. Und manchmal fehlen mir die
anderen aus dieser Atemwoche, die mir noch heute sehr nah sind, weil mich etwas
mit ihnen verbindet: die Reise ins Ich.
U. Heimleiter
Die letzte Woche klingt leise und laut im innen und außen. Seit Samstag ist
alles in Bewegung.
Ich hatte zwei Tage lang kaum Hunger, war total satt. Habe bereits am
Samstagabend erste Feedbacks auf einer Party bekommen („Du bist so anders,
weniger kontrolliert“, „Schön mit Dir zu tanzen“, jemand begann, meine Füße zu
massieren etc.) . Eine Stellenanzeige kam mit der Post. Am Montag bekam ich das
Angebot, umsonst in einem Bauwagen zu wohnen (hatte ich letzte Woche drüber
nachgedacht und gesprochen). Seitdem habe ich das Gefühle total gesegnet zu
sein, mit Liebe und Angeboten überschüttet zu werden und in der Tat explodiert
hier und da eine kleine Bombe und TrainingspartnerInnen vom Universum tauchen
auf. Ich lerne weiter, Grenzen zu setzen und Entscheidungen zu treffen.
Ehrliche, intensive Gespräche. Ich traue mich mal wieder mehr, Körperkontakt
anzunehmen und zu geben.
Ich kann die Früchte Deiner Arbeit (und meiner Arbeit !) bereits jetzt spüren
und erleben und frage mich was denn noch passieren soll...
J. Kulturpädagogin